Einfach erklärt. Mit Raum für deinen Alltag.

Dein Gefühle-Tagebuch.
Einchecken, ohne dich zu bewerten.

Vielleicht bist du erleichtert und gleichzeitig erschöpft. Vielleicht findest du noch kein genaues Wort. Ein Gefühlsmoment hält einen Ausschnitt fest. Er muss nicht deinen ganzen Tag erklären.

Ratgeber · etwa 6 Minuten Lesezeit · Stand: 8. September 2026

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Forschung, verständlich erklärt

Was kann Gefühle benennen bewirken?

Ein Wort kann einen Unterschied machen

In einer Laborstudie von Lieberman und Kollegen reagierten bestimmte Gehirnbereiche beim Benennen von Gefühlen schwächer auf negative emotionale Bilder als bei anderen Aufgaben. Das ist ein Hinweis auf einen möglichen Regulationsprozess. Es bedeutet nicht, dass ein Smiley ein unangenehmes Gefühl beseitigt oder dass tägliches Tracking die psychische Gesundheit verbessert. Lieberman et al. (2007)

Keine dieser Studien hat myDailyQuest als fertige App geprüft. Die Beispiele auf dieser Seite sind praktische Übertragungen, keine Erfolgsgarantie.

Warum nicht einfach nur „gut“ oder „schlecht“?

„Angespannt“ ist etwas anderes als „traurig“. Und „ruhig“ etwas anderes als „begeistert“. Ein passenderes Wort kann dir helfen, den Moment genauer zu beschreiben. Es geht nicht darum, die einzig richtige Bezeichnung zu finden.

Ein Beispiel: Nach einem Gespräch bist du froh, ehrlich gewesen zu sein, und zugleich unsicher, wie es ankam. Diese Mischung darf nebeneinander bestehen.

Ein Einfluss ist noch keine Ursache

Vielleicht wählst du Arbeit, Familie oder eine Gewohnheit als größten Einfluss. Damit hältst du deine eigene Einschätzung fest. Die App kann daraus nicht beweisen, wodurch ein Gefühl entstanden ist.

„Nach dem Lernen war ich angespannt“ kann viele Gründe haben. Vielleicht stand eine Prüfung bevor. Vielleicht war wenig Schlaf im Spiel. Eine nützliche Frage lautet: „Was war sonst noch los?“

Muster vorsichtig anschauen

Wenn du später zurückblickst, kannst du nach ähnlichen Situationen suchen. Wann hast du dich unterstützt gefühlt? Welche Momente waren anstrengend? Wähle eine Beobachtung, nicht gleich ein Urteil über dein ganzes Leben.

Du trägst wahrscheinlich nicht jeden Moment ein. Die Übersicht ist deshalb ein Ausschnitt. Ein Durchschnitt verdeckt außerdem Unterschiede. Ein schwieriger Morgen und ein schöner Abend können zum selben Tag gehören.

Was könnte dir jetzt helfen?

Nach dem Eintrag kannst du kurz prüfen: Möchte ich eine Pause, etwas trinken, mich bewegen oder mit jemandem sprechen? Das sind Möglichkeiten, keine Pflichtaufgaben. Manchmal möchtest du das Gefühl einfach nur benennen.

Du musst es nicht sofort verändern. Ein unangenehmes Gefühl macht dich nicht falsch. Wenn du nichts eintragen möchtest, darfst du das Fenster schließen.

Wann weniger Eintragen besser passt

Wenn du ständig kontrollierst, ob du dich schon besser fühlst, kann eine Pause vom Tracking sinnvoll sein. Du brauchst keine lückenlose Statistik. Entscheide selbst, wann ein kurzer Blick hilfreich ist.

Bei starken oder anhaltenden Beschwerden ist ein Gespräch mit einer fachlich qualifizierten Person wichtiger als noch mehr Daten. myDailyQuest erstellt keine Diagnose und ist keine Krisenhilfe.

Die App Schritt für Schritt

Gefühle-Tagebuch mit myDailyQuest nutzen

myDailyQuest verbindet diesen Bereich mit deinen Aufgaben, Gewohnheiten und persönlichen Einträgen. Du kannst zunächst nur den Teil nutzen, den du gerade brauchst.

Geführter Kurzablauf aus echten lokalen Ansichten mit erfundenen Beispieldaten, keine durchgehende Bildschirmaufnahme. Farbige Erklärungen bleiben sichtbar. Zusätzliche Untertitel lassen sich unter dem Video ein- und ausschalten. Die Musik kannst du im Player einschalten.
  1. Die Gefühlsmomente öffnen

    Gehe im Journal zum Abschnitt „Gefühlsmomente“. Das pinke Plus öffnet die Eingabe. Auch Lumi kann dich zum Eintragen einladen. Ihre Einladung bleibt freiwillig.

  2. Den passenden Zustand wählen

    Wähle zuerst den farbigen Smiley, der ungefähr zu deinem Moment passt. Es geht um dein Erleben, nicht darum, eine angenehme Farbe zu erreichen.

  3. Ein Gefühl genauer benennen

    Unter „Was beschreibt dieses Gefühl am besten?“ wählst du passende Gefühlswörter. Nimm die Bezeichnung, die deinem Erleben am nächsten kommt.

  4. Einen Einfluss ergänzen

    Unter „Was hat die größte Auswirkung auf Dich?“ kannst du aus den angebotenen Bereichen wählen, auch aus deinen Gewohnheiten. Wenn du direkt nach einer Gewohnheit über Lumi kommst, ist diese schon zugeordnet; dann gibt es keine freie Einflussauswahl.

  5. Den Moment speichern

    Mit „Emotion hinzufügen“ speicherst du den Eintrag. Du kommst danach wieder zur vorherigen Seite. In der Journalübersicht kannst du deine festgehaltenen Momente anschauen.

  6. Später ohne vorschnelle Schlüsse zurückblicken

    Vergleiche einzelne Einträge, nicht nur den Durchschnitt. Fehlende Einträge sind unbekannte Momente. Sie zählen nicht automatisch als angenehm oder unangenehm.

Häufige Fragen

Ist das ein Stimmungstagebuch?

Es ist verwandt, aber hier geht es um einzelne Gefühlsmomente. Du musst nicht deinen gesamten Tag mit einer einzigen Stimmung bewerten.

Muss ich erklären, warum ich etwas fühle?

Nein. Eine sichere Ursache ist oft gar nicht bekannt. Eine ausgewählte Situation bleibt deine Einschätzung.

Sollte ich nur unangenehme Gefühle eintragen?

Nein. Ruhige und schöne Momente dürfen genauso vorkommen. Du musst allerdings keine bestimmte Mischung herstellen.

Ersetzt ein Gefühle-Tagebuch Unterstützung?

Nein. Es kann dir beim Festhalten helfen. Es beurteilt nicht, ob du eine Behandlung brauchst, und ersetzt kein persönliches oder fachliches Gespräch.

Studien und Quellen

Originalarbeiten zum Nachlesen. Die Forschung untersucht bestimmte Aufgaben und Gruppen. Sie lässt sich nicht uneingeschränkt auf deinen Alltag übertragen.

  1. Lieberman et al. (2007): Ein Wort kann einen Unterschied machen

Redaktion: myDailyQuest. Dieser Ratgeber erklärt und informiert. Er ersetzt keine individuelle fachliche Beratung.