Eine Frage. Dein eigener Blick darauf.
Soul Cards.
Reflexionskarten für deinen Alltag.
Manchmal hilft eine Frage, auf die du selbst gerade nicht gekommen wärst. Die Soul Cards geben dir so einen Anfang. Was du darin wiedererkennst, entscheidest du selbst.
Zur Anleitung & zum VideoWas sind Reflexionskarten?
Eine Reflexionskarte stellt eine Frage zu deinem Leben. Etwa dazu, was dir wichtig ist, was dich geprägt hat oder welche Grenze du setzen möchtest. Anders als ein leeres Blatt gibt sie dir einen möglichen Einstieg.
Die Soul Cards in myDailyQuest verbinden solche Fragen mit illustrierten Sammelkarten. Das Astral-Deck enthält 72 Karten in neun Lebensbereichen und acht Kartentypen. Die Bilder sind eine kreative Gestaltung, keine wissenschaftliche Messung deiner Persönlichkeit.
Du ziehst pro Kalendertag eine Karte. Die Auswahl ist zufällig. Sie wird nicht aus deinen Antworten als passende Vorhersage errechnet. Eine überraschend passende Frage ist deshalb kein Zeichen, dass die App mehr über dich weiß als du selbst.
Forschung und ihre Grenzen
Was kann Selbstreflexion bringen?
Eigene Wünsche von fremden Erwartungen unterscheiden
Sheldon und Elliot untersuchten in drei Längsschnittdatensätzen persönliche Ziele. Ziele, die zu den eigenen Interessen und Werten passten, hingen mit anhaltender Anstrengung und Zielerreichung zusammen. Das ist ein Grund, nach der eigenen Motivation zu fragen. Es ist kein Nachweis dafür, dass Kartenfragen diese Wirkung erzeugen. Sheldon & Elliot (1999)
Freundlich hinschauen, ohne alles gutzuheißen
Breines und Chen untersuchten in vier Experimenten einen selbstmitfühlenden Umgang mit eigenen Fehlern. Gegenüber Vergleichsbedingungen fanden sie bei verschiedenen Aufgaben mehr Veränderungsmotivation; in einer Aufgabe auch längeres Lernen nach einem Misserfolg. Diese Ergebnisse betreffen konkrete Übungen, nicht das Astral-Deck. Breines & Chen (2012)
Keine dieser Studien hat myDailyQuest als fertige App oder dieses Kartenset geprüft. Die Soul Cards sind kein validierter Persönlichkeitstest, keine Therapie und keine Erfolgsgarantie. Die Forschung liefert Anregungen für die Art der Fragen, nicht den Beweis für eine besondere Wirkung der Karten.
Von einer großen Frage zu einem kleinen Moment
Nehmen wir als frei erfundenes Beispiel: „Wann hast du dich zuletzt wirklich gehört gefühlt?“ Du brauchst keine perfekte Antwort über dein ganzes Leben. Denke an eine Situation.
Ein möglicher Anfang:
„Gestern beim Spaziergang. Lea hat zugehört, ohne sofort eine Lösung vorzuschlagen.“Danach könntest du ergänzen: „Mir war wichtig, nicht unterbrochen zu werden.“ Vielleicht zeigt sich darin ein Wunsch nach Aufmerksamkeit oder Ruhe. Das bleibt deine Deutung. Es ist kein dauerhaftes Etikett für deine Persönlichkeit.
Wenn du möchtest, entsteht daraus ein kleiner Versuch: Beim nächsten Gespräch selbst erst zuhören, bevor du einen Rat gibst. Deine Antwort darf aber auch einfach ein Gedanke bleiben. Nicht jede Karte muss eine neue Aufgabe erzeugen.
Wenn dieselbe Frage später wiederkommt
Innerhalb eines Durchlaufs wird jede der 72 Karten nur einmal gezogen. Danach beginnt ein neuer, wieder zufällig gemischter Durchlauf. Frühere Ziehungen und gespeicherte Antworten bleiben erhalten.
Eine spätere Antwort darf anders ausfallen. Vielleicht ist dir heute etwas anderes wichtig. Vielleicht siehst du dieselbe Situation mit mehr Abstand. Das ist nicht automatisch besser oder schlechter. Es macht sichtbar, dass deine Sicht sich verändern kann.
Du musst die Sammlung nicht möglichst schnell vervollständigen. Eine unbeantwortete Tageskarte hindert dich nicht daran, am nächsten Tag eine neue Karte zu ziehen.
So nutzt du das Astral-Deck
Soul Cards online ziehen und beantworten
„Über mich“ öffnen
Oben in der Kopfzeile wechselst du zu deinem persönlichen Bereich. Dort steht das Astral-Deck. „Meine Geschichte“ führt zur Biografie; über „Soul Cards“ kommst du von dort zurück.
Auf die herausragende Karte tippen
Damit ziehst du deine heutige Karte. Wenn du heute schon gezogen hast, bleibt es bei dieser Karte. Erneutes Öffnen oder Neuladen gibt dir keine weitere Ziehung.
Den Impuls lesen
Schau, ob die Frage gerade passt. Die zusätzliche Erklärung lässt sich öffnen und wieder einklappen. Auf dem Desktop erscheint sie seitlich, auf dem Handy darunter. In der Einzelansicht kannst du die Karte mit Plus und Minus vergrößern oder verkleinern.
Eine eigene Antwort bewahren
Schreibe bei „Meine Antwort“ so viel oder so wenig, wie du festhalten möchtest. Mit „Antwort bewahren“ speicherst du. Bei einer bereits gespeicherten Antwort heißt die Aktion „Antwort aktualisieren“. „Karte weglegen“ schließt die Ansicht.
Deine Sammlung entdecken
In der Übersicht sind noch nicht beantwortete Karten verschlossen. Wenn du eine gezogene Karte beantwortet und gespeichert hast, wird sie dort sichtbar. Die Übersicht dient zum Anschauen. Persönliche Antworten schreibst du bei einer tatsächlich gezogenen Karte, nicht bei einer beliebigen Vorschau.
Du darfst eine Frage liegen lassen.
Manche Themen sind gerade zu nah oder einfach uninteressant. Du musst nichts aus dir herausholen, nur weil eine Karte es anspricht. „Das möchte ich heute nicht beantworten“ ist eine ausreichende Entscheidung.
Wenn dich die Reflexion deutlich belastet, hör auf. Bei starker oder anhaltender Belastung kann persönliche oder fachliche Unterstützung hilfreicher sein als eine weitere Frage. Die Karten sind keine Krisenhilfe.
Häufige Fragen
Sind Soul Cards Tarot oder ein Orakel?
Nein. Die mystische Gestaltung gehört zur Bildwelt. Die Karten sagen nichts über deine Zukunft voraus und behaupten kein verborgenes Wissen über dich.
Gibt es richtige und falsche Antworten?
Nein. Deine Antwort beschreibt deinen Blick in diesem Moment. Auch „Ich weiß es noch nicht“ kann ehrlich sein. Du musst aber keine Antwort speichern.
Warum kann ich nur eine Karte pro Tag ziehen?
Das ist eine Gestaltungsregel der App: Eine Frage bekommt Raum. Es ist keine wissenschaftlich bewiesene ideale Tagesmenge.
Kann ich auch ohne Karten über mich nachdenken?
Ja. Ein Gespräch, Papier oder freies Journaling können ebenfalls passen. Die Karten sind ein möglicher Einstieg, keine Voraussetzung für Selbstreflexion.
Studien und Quellen
- Sheldon & Elliot (1999): Goal striving, need satisfaction, and longitudinal well-being.
Längsschnittbefunde zu persönlichen Zielen. Kein Kartentest und kein Beleg für eine kausale Wirkung dieses Ratgebers.
- Breines & Chen (2012): Self-compassion increases self-improvement motivation.
Vier Experimente zu konkreten Übungen. Nicht mit der Nutzung der Soul Cards gleichzusetzen.
Redaktion: myDailyQuest. Die Beispiele und Fragen sind praktische Anregungen. Sie ersetzen keine individuelle fachliche Beratung.